|
So richtig konnten wir den Wecker nicht zum Klingeln motivieren, aber dank Zeitverschiebung
waren wir eh zeitig wach. 6 Uhr fuhr der erste Shuttlebus und genau den wollten wir nehmen.
Als wir 15 Minuten vor Abfahrt in der Lobby auftauchten, sahen wir, dass noch einige andere
die Idee hatten und die Empfangsdame sichtlich überfordert war. Irgendwann legten mehrere
einfach ihre Zimmerschlüssel auf den Tresen und gingen zum Bus ohne richtig auszuchecken. Wir
überlegten kurz und folgten ihrem Beispiel. Ein wenig mulmig war uns schon ohne Rechnung das
Hotel zu verlassen, aber wir hofften einfach, dass sie uns nur die eine Nacht berechneten.
Hat auch alles funktioniert.) Und bevor ich es vergesse - heute ist Labour Day.
Am Flughafen angekommen, suchten wir den nächsten United-Schalter und checkten ein (gar
nicht so einfach mit Papiertickets ;-)). Meine Angst in einer für inneramerikanische Flüge
typisch kleinen Maschine zu fliegen, erwies sich schnell als unbegründet. Es sollte eine
Boeing 777 sein, die uns nach Denver brachte. Wie ihr euch vorstellen könnt, war Danilo
begeistert, endlich mal mit diesem Flugzeugtyp fliegen zu können, wo Lufthansa doch keine
Boeing 777 hat. Die Flugzeit nach Denver war dank Inseat Entertainment schnell rum und
endlich waren wir am Ziel angekommen. Da wir die Immigration bereits in Chicago hinter uns
gebracht hatten, konnten wir direkt unser Gepäck holen, welches wieder vollständig auf dem
Gepäckband erschien (allerdings erst nach längerer Denkpause des Gepäckbandes). Hier fand
ich auch in meiner Reisetasche ein zweites Feuerzeug, welches bis hierher niemandem
aufgefallen war (in Frankfurt durften wir noch eins aus einer Reisetasche raussuchen). :oops:
Da der Gepäckwagen 3 US$ kosten sollte, entschieden wir uns fürs Ziehen bzw. Tragen unseres
Gepäcks bis zum Mietwagenshuttle – zum Glück war es nicht so weit. Bei Alamo angekommen,
sahen wir schon die Schlange vorm Schalter. Aber auch hier hatte Danilo vorgesorgt :kuss:,
wir konnten einfach zum Self Terminal gehen und da alle Formalitäten erledigen. Zu guter
Letzt schlüpften wir noch in bequeme Sachen und gingen zur SUV Choiceline, um unseren Gefährten
für die nächsten Wochen zu suchen.
Ich überließ die Auswahl Danilo. Im Gegensatz zum Frühjahr in Las Vegas gab es hier mehrere
Allrad-Trailblazer. Danilo entschied sich dann fachmännisch basierend auf Kilometerstand und
Reifenzustand für einen blaumetallic Trailblazer :dozent:. Das Kofferraumeinräumen hatten wir
im März mit den gleichen Taschen schon geübt, so dass wir uns schnell auf dem Interstate wieder
fanden. Der erste Weg führte zum Walmart, wo wir uns mit der Grundausstattung versorgten
(Kühltasche, Getränke etc.).
Dann stellte sich recht schnell die Frage, was unser heutiges Etappenziel werden sollte.
Schließlich waren wir ja einen halben Tag früher in Denver angekommen. Wir entschieden uns,
Richtung Georgetown zu fahren und dort unser Glück bei der Railroad zu probieren. Unterwegs
lernten wir den Vorteil zu schätzen, am Feiertag aus Denver raus zu fahren. Auf der Gegenseite
staute sich der Verkehr bis hinter Georgetown. Leider hatte sich in der Zwischenzeit das Wetter
verschlechtert und es begann zu tröpfeln. Bei der Railroad angekommen, gab es den nächsten
kleinen Dämpfer - alles ausverkauft, bis auf einen Restplatz, aber wir wollten auch beide
nicht ohne den anderen fahren :(. Also schauten wir uns noch ein wenig um und machten Bilder
von dem eben abfahrenden Zug.
Doch wie weiter, schließlich war es erst früher Nachmittag. So fuhren wir ein Stück auf der
Guanella Pass Road. Der Pass liegt immerhin auf 3590m. Somit hatten wir das erste Mal in diesem Urlaub die 3000m
überschritten - Rocky Mountains wir sind da! Wir konnten dort einige schöne Bilder machen,
bevor über den Gipfeln ein Gewitter aufzog und wir uns wieder zurück ins Tal aufmachten.
Unterwegs war es auch, wo uns das erste Deer in diesem Urlaub begegnete.
Auf dem Weg ins Tal hatten wir einen schönen Blick auf Georgetown. Wirklich sehr idyllisch
gelegen, wenn da nicht der Interstate wäre.
Wir versuchten unser Glück auch noch beim Wildlife Observation Point, wo man Bighorn Sheep
sehen sollte, aber bis auf viele Autos auf dem Interstate sahen wir nichts.
Daher brachen wir wieder auf und entschieden uns als Unterkunft für das
„Georgetown Mountain Inn“ Ganz nett, aber nix Besonderes. Ebenso hielten wir es mit dem
Essen. Heute ging es nur zu Subway, wo wir ein footlong Sandwich kauften, welches wir ganz
gemütlich in unserem Motelzimmer aßen.
So war auch schon der erste richtige Urlaubstag vorbei und wir schliefen recht schnell ein.
:schlafend:
|